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Name: Jonas
17.3.2008 21:37 Uhr

Kommentar: Ein Hauptproblem: die (verbale) gedankliche Erzeugung eines Konstruktes - seine Projektion auf ein gedachtes (erdachtes?) Medium und die Verwechslung von Konstrukt und (obigem) Medium. . .


Name: Bienenwerkstatt
26.2.2008 06:41 Uhr

Kommentar: "Das Nichts" ist doch nur jenes "Etwas" welches in unserer Begrifflichkeit noch keinen Platz gefunden hat. Wir nennen es "Nichts" weil wir damit nicht umgehen können. Es als Platzhalter für zukünftiges Verständnis zu bezeichnen finde ich recht brauchbar.


Name: MephistoVomBerg
20.1.2008 04:58 Uhr

Kommentar: Sobald ein Gedanke verwirklicht, geschehen ist, existiert die gedachte Sache zumindest in der mentalen Welt des Denkenden. Es spielt hier keine Rolle, ob der Denkende den Gedanken sozusagen selbst erfunden hat oder auf einen Teil der platonischen Sphäre der Ideen gestossen ist, die unabhängig von ihm existiert. Natürlich muss der Gedanke keine Entsprechung in der körperlichen Sphäre haben, ist also im Grad der Abstraktheit unbeschränkt. Logische Schlüssigkeit kann nicht erzwungen oder vorausgesetzt werden. Hier soll "Gedanke" auch gleichwertig mit "Gefühl" sein.

Wenn man nun über ein "Nichts in Reinform" sprechen möchte - ein weitreichendes oder gar absolutes Konzept davon etwickeln und diskutieren - wird man schnell auf Grenzen stossen. Spätestens dann nämlich, wenn der Begriff so "dominant" definiert wird, dass er sich selbst als undenkbar (!) disqualifiziert. Jedem Konzept, das man in Gedanken fassen und benennen kann, muss auch eine (wie auch immer geartete) Form der Existenz zugestanden werden.

Hier kollidert das Kozept des (absoluten) Nichts mindestens mit der Funktionsweise der Sprache und zwischenmenschlichen Kommunikation. Der Begriff des "Nichts" ist im phil. Zusammenhang salopp gesagt ein aggressives freies Radikal. Es lädt ein zu zirkulärem Denken, Widersprüchen, Sackgassen, Trugschlüssen etc.

Was dem Mathematiker die Division durch 0, das dem Philosophen sein Nichts ;)

Nichtsdestotrotz ein spannendes Thema. Versucht nicht jeder ehrgeizige Denker das Undenkbare doch zu zähmen...


Name: Wello
5.1.2008 23:39 Uhr

Kommentar: Das ist ein voreiliger Trugschluss! Aus unserer Gewohnheit, sich zu jedem Ding ein Gegenteil zu denken, darf man nicht voreiligerweise schließen, dass jedwedes Gegenteil von einem gedachten Ding auch real existieren würde.

Im Falle des (absoluten) Nichts handelt es sich nur um einen begrifflichen Platzhalter für etwas, was ex definitione gar nicht existiert.

Das gilt aber nur für das absolute Nichts; das relative Nichts, in bezug auf einen diskreten Gegenstand oder ein Ereignis, existiert sehr wohl:

Nachbars Katze hat früher nicht existiert; wenn sie gestorben ist, existiert sie wieder nicht. Es gilt die Abfolge - streng in bezug auf diese Katze: (relatives) Nichts - Nachbars Katze - (relatives) Nichts.


Name: smarter37
28.11.2007 10:49 Uhr

Kommentar: Das Thema um ein Nichts ist wirklich sehr interessant. Man betrachte, dass wir ja seine Existenz anerkennen. Denn wie kommt es sonst dass wir darüber reden? Wie kann es sein, dass wir über das Nichts diskutieren, wenn es nicht existiert? Unsere Welt besteht aus Polaritäten, unser Denken besteht aus Polaritäten. Polarität ist sozusagen die Grundlage jeglichen Lebens wie wir es kennen. Das Nichts ist die Polarität des Seins. Also folgere ich daraus; ohne Nichts kein Sein!

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