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Name: Mulmi
16.9.2008 8:27 Uhr Kommentar: @ beppo earl of pop Wenn du an etwas glaubst, und ich an etwas glaube, bedeutet dies noch lange nicht, dass das, woran wir glauben, alleiniglich dadurch, dass wir gemeinschaftlich daran glauben, zu (einem) Wissen wird! Oder: Anders ausgedrückt: Alleine dadurch, dass man gemeinschaftlich an etwas glaubt, wird das, woran man glaubt, auch nicht zutreffender! Der wesentliche Unterschied zwischen Wissen und Glauben, besteht darin, dass Wissen das Haben von Gedächtnis-Informationen ist, die zutreffen sind, und Glauben ist das Haben von Gedächtnis-Informationen, deren Zutreffendheit man sich - im Gegensatz zum Wissen - nicht sicher ist. Ich weiß zB, dass die Addition von 2 und 3 5 ergibt. Ich weiß es, da ich mir, bezüglich der Richtigkeit dieser Rechnung, sicher bin. Ob ich jedoch nächsten Sonntag im Lotto gewinnen werde, weiß ich nicht. Ein beliebter Werbe-Spruch lautet zwar 'Glaub ans Glück!'. ABER: Selbst dann, wenn ich noch so sehr ans Glück glaube, und ich mir, noch so sehr erhoffe, eines Tages, Lotto-Millionär zu werden, ändert dies dennoch nichts an meiner Unsicherheit, vielleicht, trotz allem, doch nicht zu gewinnen... 'Im Glauben liegt IMMER der Zweifel, dass das, woran man glaubt, MÖGLICHERWEISE doch nicht zutreffend ist!' Und deine Sichtweise, dass das Glauben, im Vergleich zum Wissen, als höherrangig anzusehen ist, teile ich nicht! Du hast recht, wenn du darauf hinweist, dass manches, vor allem höherentwickeltes, kulturelles Wissen nur deshalb existiert, da es auf bestimmten Glaubensvorstellungen beruht. DOCH: Sollte, in diesem Zusammenhang, nicht übersehen werden, dass man regelmäßig nur dann, wenn man über eine bestimmte Anzahl von Tatsachen verfügt, in der Lage ist eine Theorie, und damit ein System des Glaubens, zu entwickeln. Wir werden mit einem bestimmten Wissen, über unsere Umwelt, (bereits) geboren - ohne, dass dieses Angeborene-Wissen aus UNSERER eigenen Erfahrung stammen würde! Und aufbauend, auf dem uns angeborenen Wissen, können wir Anderes, Neues erlernen. Wir können zB erlernen, zu glauben... LG Mulmi Name: beppo earl of pop 13.9.2008 2:49 Uhr Kommentar: ... aber ich glaube dir(deine Aussage). Wenn du dir jetzt auch noch selber glaubst,sollte dieser Zustand doch Wissen bedeuten.Ferner ist es überflüssig zu sagen, ich weiß nicht, ob du die Wahrheit sagst, denn dies ist nur möglich, wenn du derjenige selber wärest,der dir dies erzählt.Niemand kann denken oder fühlen wie jemand anderer,es sei denn, er wäre dies selber.Mit dem ausgesprochenem Zweifel, ich weiß nicht, ob du die Wahrheit sagst, drückst du letztendlich nur aus, daß du dir in deinem Urteilsvermögen selber nicht traust.So empfinde ich den Glauben höherrangig als das Wissen, denn erst durch meinen Glauben an das Wissen, kann dies erst entstehen. Andersherum weiß ich nichts über mein Glauben, nur daß er zuzeiten an die Oberfläche meines bewussten Ich´s drängt.Mehr kann ich mir nicht definieren und weiß somit über ihn,den Glauben nicht viel, sei es in seinen Einzelheiten,der Herkunft etc. Einer, könnte nun behaupten, dies wäre eine Art von Eigenkonditionierung und wir sind wieder bei dem Punkt angelangt, daß du dir selber nicht glaubst. Ich halte mir deshalb vor Augen, daß jeder Mensch in irgendeiner Weise von außen und innen heraus konditioniert ist, und das ist nicht schlimm. Link-Tipps
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