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Name: Mulmi
18.8.2008 19:53 Uhr

Kommentar: Gleiche Sprache und ähnliche Kleidung schaffen ohne Zweifel ein Gefühl der Vertrautheit.
Dem 'nachzugehen' und 'nachzuforschen', warum ähnliche Sprache und gleiche Kleidung, in uns, ein Gefühl der Vertrautheit erwecken, wäre sicherlich interessant!
In diesem Beitrag aber versuche ich eine Erklärung dafür zu finden, warum wir es als unangenehm empfinden, wenn jemand uns Fremder, einige Zeit lang, mit uns gleichauf geht...

Ich glaube, dass es eine Tatsache ist, dass das Gleich-auf-gehen, von den meisten von uns, als etwas Intimes empfunden wird!
Denn: Nicht umsonst gehen wir mit Freunden gerne auf gleicher Höhe, und empfinden dieses Auf-gleicher-Höhe-gehen, mit und bei Freunden, und anderen, uns (sehr) vertrauten Menschen, als etwas Angenehmes.

Ja, nicht selten sehnen wir uns sogar danach, mit uns (sehr) nahestehenden Menschen, gleichauf zu gehen!

Wenn man zB mit einem Freund oder einer Freundin wohingeht, ist es eher die Ausnahme denn die Regel, dass einer vorangeht und der andere hinterher 'trabt'.

Und nicht selten empfinden wir es als eine Art Affront, wenn ein uns nahestehender Mensch voraneilt, und uns 'davonläuft'!

Und schließlich: In manchen Kulturen ist das Vorangehen, gegenüber anderen Menschen - wie zb Familienmitgliedern -, ein Ausdruck einer gesellschaftlichen Vorangstellung.

Ich stimme dir dahingend zu, dass der Ausdruck 'Gleichklang der Körper' wohl nicht besonders passend ist. Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang besser von einer Synchronität in der Bewegung zu sprechen!?
Name: greeven
6.8.2008 18:45 Uhr

Kommentar: Ich kenne das Gefühl. Doch finde ich "Gleichklang von Körpern" einen zu abstrakten Begriff für dieses doch sehr alltägliche Phänomen.

Der Gleichmarsch - sowie auch gleiche Klamotten, gleiche Sprache etc. - schafft ein Gefühl der Vertrautheit, der Sicherheit. Mit diesen Wörtern diese Sache zu beschreiben fänd ich wesentlich angemessener. Vertrautheit, etwas, das mit Gewohnheit doch sehr verbunden ist, wird beim Gehen neben einem Fremden nicht geschaffen. Man ist es einfach nicht gewohnt. Das schafft ein schlechtes Gefühl.

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